Gläserne Werkstatt

©Federmann und Kampczyk design gmbh

Vom Kaufhaus zum Marktplatz für Ideen

Im ehemaligen Appelrath & Cüpper-Modekaufhaus im Herzen der Solinger Innenstadt entsteht die „Gläserne Werkstatt“. Der Innenraum wird dabei offen und flexibel gestaltet – so kann auf sehr unterschiedliche Nutzungen und Bedarfe eingegangen werden. Das Kölner Architektenbüro „raumwerk.architekten“ hat vielseitig nutzbare Raumelemente entwickelt und damit im Auswahlverfahren überzeugt. Anfang 2021 startet der Umbau. 

Das Konzept im Detail:   

  • Komplette Raummodule im Erdgeschoss entlang der Schaufenster dienen als Werkstätten, in denen auch größere Maschinen Platz finden - etwa Schleifmaschinen für Schneidwaren. 
  • Mobile Werkstattboxen hingegen können überall im Raum aufgestellt werden. Aufgeklappt werden sie zur kleinen, persönlichen Werkstatt, in der gearbeitet  und auch ausgestellt werden kann: Vitrine, Werkstatt und Lager auf kleinstem Raum. Ergänzt werden diese Boxen durch große Arbeitstische, die sich mehrere Nutzerinnen und Nutzer teilen können. 
  • Marktstände im Obergeschoss schaffen ein ganz eigenes Ambiente. In den kleinen, aufklappbaren Räumen können Produkte hergestellt, verkauft, verkostet und probiert werden. Sind sie geschlossen, kann man teilweise durch ein Schaufenster hineinschauen. Zusätzlich laden auf dieser Etage Lounge-Zonen zum gemütlichen Aufenthalt eine. Eine mobile Kücheneinheit findet hier Platz, die bei Bedarf auch in anderen Teilen des Gebäudes eingesetzt werden kann. 

Im Untergeschoss werden zudem Möglichkeiten geschaffen, um Workshops und Veranstaltungen durchzuführen. Im Außenraum vor der Gläsernen Werkstatt sind unter anderem Urban Gardening Boxen geplant, außerdem sollen hier nachhaltige Produkte aus der mobilen Küche angeboten werden. 

Die bauliche Umwandlung vom leerstehenden Kaufhaus zur Werkstatt wird durch das Architekturkonzept zum Teil des Projektes, nachhaltiges Wirtschaften und die Möglichkeit von Recycling mitgedacht.  Der alte Innenausbau wird nicht einfach abgebrochen und entsorgt, er wird vielmehr zum Baumarkt und Materiallager für die neue Nutzung. Bei der Planung von Raummodulen und Boxen werden vorhandene Materialien einbezogen, etwa das alte Schienensystem, Wandpaneele und Regalböden. Das gibt dem Umbau eine ganz eigene und individuelle Materialität, die sogar die Geschichte des früheren Kaufhauses integriert. 

Gefördert durch:

Das Projekt „Urbane Produktion im Bergischen Städtedreieck – Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Quartiersentwicklung“ mit dem Teilprojekt „Gläserne Werkstatt“ wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert: