bergisch.circular

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Ökologische Modernisierung durch Kreislaufwirtschaft

Ressourcen werden knapp, wichtige Rohstoffe sind nur begrenzt verfügbar und die Nachfrage steigt. Zudem wirkt sich die Gewinnung und Verwendung von Rohstoffen erheblich auf unser Klima und die Umwelt aus – Energieverbrauch und CO2-Emissionen steigen. Vor diesem Hintergrund wird es immer wichtiger, Rohstoffe intelligent zu nutzen und den Lebenszyklus von dem, was hergestellt ist, zu verlängern. Konkret bedeutet das, Abfälle auf ein Minimum zu reduzieren, wiederzuverwerten, zu reparieren, aufzuarbeiten, zu recyceln.

Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es deshalb, Ressourcen und Materialien so lange wie möglich im Prozess zu halten und immer wieder produktiv weiter zu verwerten. Dieses Wirtschaftsmodell steht im Gegensatz zum bisherigen, das linear verläuft – ein Modell der „Wegwerfwirtschaft“. Die Etablierung einer echten Kreislaufwirtschaft wird damit zum zentralen Element einer ökologischen Modernisierung.

Ansprechpartner

Carsten Zimmermann

Carsten Zimmermann

Geschäftsführer

In den Kommunen zirkulär und nachhaltig handeln

Diesen Paradigmenwechsel ganz praktisch zu vollziehen, kreislauffördernd zu agieren, und damit ein großes Entwicklungs- und Gestaltungpotenzial zu schöpfen, ist gerade für Kommunen ein zentrales Thema. Wie kann Verwaltung zirkulär strukturiert werden? Wie kann man Kreislaufwirtschaft nachhaltig in das interkommunale Handeln integrieren? Wie lassen sich daraus (wirtschafts-) strukturstärkende Effekte generieren?

Damit beschäftigt sich das Projekt „bergisch.circular“.  Es unterstützt die Kommunen im Bergischen Städtedreieck, kreislauffördernde Verwaltungsstrukturen zu entwickeln, zu testen und zu optimieren. Der Fokus liegt dabei auf den Themen „Zirkuläres Bauen“, „Öffentliche Beschaffung“ und „Abfallvermeidung“. Ziel ist es, einen standardisierten „Blueprint“ zu entwickeln sowie Praxislösungen, die nachhaltig auf andere Kommunen übertragen werden können.

Projektpartner sind neben der Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEG) die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie das Wuppertal Institut als Forschungseinrichtung und die „Neue Effizienz“ als Projektkoordinatorin. Intensiv in den Prozess eingebunden sind auch kommunale Tochtergesellschaften und Eigenbetriebe. Das interkommunale Wissens- und Prozessmanagement ist Aufgabe von Projektstellen in den drei Städten. Die SEG wird zeitnah jemanden zur Projektsteuerung einstellen.

Gefördert wird „bergisch.circular“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms REGION.innovativ. Der Förderzeitraum beträgt insgesamt drei Jahre bis Ende Mai 2024.

Gefördert durch:

Das Projekt „bergisch.circular“ wird unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms „REGION.innovativ“.