Finanzielle Ausstattung der SEG

Zur Gründung der SEG hat die Stadt Solingen als Hauptgesellschafter mit den Technischen Betrieben Solingen sechs Grundstücke sowie monetäres Kapital mit einem Gesamtwert von mehr als drei Millionen Euro in die Gesellschaft eingebracht. Kleinere Summen kommen von den anderen Gesellschaftern - Stadtwerke GmbH und Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG - hinzu.

Zukünftig können Finanzmittel aus mehreren Quellen erschlossen werden:

  1. Vermietung und Verpachtung
    Eine Aufgabe der SEG ist es, Gebäude der kommunalen Infrastruktur zu bauen. So wird sie zum Beispiel in Ohligs eine Kindertagesstätte und geförderten Wohnraum errichten. Die SEG bleibt Eigentümerin und erwirtschaftet entsprechende Mieterträge.
    Dabei schöpft die SEG für ihre Bauvorhaben nach Möglichkeit Investitionsprogramme aus, mit denen Bund, Land und Landschaftsverband Rheinland etwa den Neubau von KiTas oder von gefördertem Wohnungsbau unterstützen. Darüber hinaus verfügt die SEG über Grundstücke, die sie verpachtet.
     
  2. Vermarktung
    Die SEG erwirbt Brachflächen oder sogenannte Problemgrundstücke mit Immobilien, für die sich zunächst keine privatwirtschaftliche Entwicklung abzeichnet. Solche Flächen kann sie selbst bebauen und dann veräußern. Oder sie stellt die Baureife her und verkauft sie auf dem freien Markt.
     
  3. Fördermittel
    Bezogen auf das jeweilige Projekt, das umgesetzt werden soll, wirbt die SEG um Fördermittel bei verschiedenen Fördergebern (EU, Bund und Land). Beispiel Gläserne Werkstatt: Sie ist Teil des Projektes „Urbane Produktion im Bergischen Städtedreieck – Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Quartiersentwicklung“, das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.
    Als Institution wird die SEG nicht gefördert. Diese Unterstützung, die noch vor einigen Jahren möglich war, gibt es heute nicht mehr.
     
  4. Gründung von Projektgesellschaften
    Projektbezogen kann es sinnvoll sein, eine eigene Projektgesellschaft zu gründen, zum Beispiel für die Entwicklung von Brachflächen. Dabei werden weitere Gesellschafter einbezogen, die ein Interesse an der Entwicklung haben. Diese Gesellschafter bringen etwa Kapital, Grundstücke oder Immobilien in die jeweilige Projektgesellschaft ein.
     
  5. Abschluss von Dienstleistungsverträgen mit den Gesellschaftern
    Bei Bedarf schließt die SEG mit ihren Gesellschaftern Dienstleistungsverträge ab. Damit übernimmt sie entsprechend ihrem Leistungsspektrum Aufgaben bei der Entwicklung von Grundstücken und Immobilien. Alternativ können Grundstücke der Gesellschafter in die Gesellschaft eingebracht werden. 

Strategiekonzept

Erste Projekte hat die SEG bereits auf den Weg gebracht. Wie es weitergeht, legt das Strategiekonzept fest, das bis Mitte 2021 vorliegen soll. Es führt mögliche Projekte auf und trifft dabei unter anderem Aussagen zu Kosten, Finanzierung und Fördermöglichkeiten. Dabei  können durchaus  weitere Wege aufgezeigt werden, die SEG finanziell auszustatten [mehr zum Strategiekonzept].